Sächsische Schulschacholympiade 2017

17.03.2017

Grundschule Markkleeberg-West wird Sachsenvizemeister

Zur diesjährigen Sächsischen Schulschacholympiade gab es für die Schachschule Leipzig einige besondere Neuigkeiten. Zum ersten Mal waren drei unserer Grundschulteams für das Landesfinale der Klassen 1 bis 4 qualifiziert. Nach dem Dreifach-Sieg der beiden Markkleeberger Grundschulen "West" und "Mitte" sowie der Montessori-GS Leipzig beim >>> Bezirksausscheid <<< erhofften sich die Kinder nun auch Erfolge in Flöha.
Die "Markkleeberger Wessis" kamen dabei schon mit dem Wissen im Gepäck, dass ihre jüngsten Schulkameraden der Klassen 1/2 bereits in der Vorwoche zu deren >>> Landesolympiade <<< den Sachsenmeistertitel errungen hatten und sich für die deutsche Meisterschaft qualifizierten. Um diese Hürde auch zu nehmen, bedurfte es mindestens Platz 2 im Gesamtklassement. Doch diesem Ziel stellte sich das Sextett mit den zwei Viertklässlern Philipp und August, den zwei Drittklässlern Luca und Laurin sowie zwei der Helden aus dem erfolgreichen Zweitklässler-Team Fabio und Maximilian, die das Ticket zur Deutschen Meisterschaft schon gebucht hatten.
Auch die jeweils fünf Jungs der GS Markkleeberg-Mitte um Geburtstagskind Moritz sowie der Montessori-GS Leipzig hatten sich einiges vorgenommen. So fuhren die drei Mannschaften im Reisebus nach Flöha und machten sich auf der Hinfahrt schon mal gegenseitig Mut.

Runde 1 verlief gleich mit zwei Siegen erfolgreich. Markkleeberg-West siegte gegen den Chemnitzer Sieger der GS Chemnitzer Schulmodell mit 3:1. Die Jungs der Montessori-GS besiegten die Regenbogen-GS Zwickau 2,5:1,5. Markkleeberg-Mitte verlor gegen den Sachsen-Vizemeister des Vorjahres, der 117. GS Dresden, mit 1:3. In Runde 2 setzte sich "West" mit einem 4:0 gegen die GS Groß Särchen durch, die Montessori-GS erkämpfte ein starkes 2:2 gegen die 117. GS Dresden. "Mitte" verlor auch das 2. Match - 1:3 gegen den Dresdner Regionalsieger, die Astrid-Lindgren-GS Heidenau.
Am Spitzenbrett kam es nun zum Showdown der GS Markkleeberg-West gegen die GS am Auwald Leipzig. Beide Teams hatten ihre Bezirksausscheide souverän gewonnen und waren mit je zwei Siegen in dieser Landesolympiade gestartet. Keine Frage, unsere Jungs wollten dieses Mal gewinnen! Und es sah gut aus: Luca stellte schnell und sicher auf 1:0 und gewann damit sein drittes Spiel in Folge. Fabio hielt eine ausgeglichene Stellung, Philipp hatte mit drei Freibauern gegen einen Springer gute Trümpfe in der Hand. August stand eher passiv, war aber nicht ernsthaft in Gefahr. Aber das änderte sich leider schnell. August verlor die Übersicht und verteidigte sich zu sorglos. Fabio übersah einen Abzugsangriff mit entscheidendem Materialverlust. Philipp ließ seinen Turm vom gegnerischen Springer aufgabeln. Am Ende stand ein 1:3, aber der Mut war nicht gebrochen.
Zeitgleich waren die "Monte-Monster" zu zahnlos gegen die Astrid-Lindgren-GS Heidenau und wurden mit 0:4 verspeist. Dagegen fand Markkleeberg-Mitte mit einem glatten 3,5:0,5 gegen die Fröbel-GS Leipzig in die Erfolgsspur.

In Runde 4 stand dann die Astrid-Lindgren-GS Heidenau zum 3. Mal auf dem Arbeitsplan unserer Mannschaften. Markkleeberg-West trat jetzt ohne die Viertklässler an, aber der Siegeswille war da. Der war auch nötig, denn Luca verlor trotz turmhoher Vorteile noch das Spiel. Es stand 0:1. Doch Maximilian und Fabio drehten den Spieß um. Laurin hielt am 1. Brett clever remis. Das reichte zum 2,5:1,5.-Sieg. Markkleeberg-Mitte kam jetzt auch in Fahrt und gewann gegen die GS Bernsdorf mit 3:1. Mika, der im Bezirksausscheid erkrankt fehlte, holte dabei seinen dritten Sieg in Folge. Die Montessori-GS zeigte sich erholt von der Null-Punkte-Vorrunde und erkämpfte ein 2:2 gegen die GS Reichenbach.
Die 5. Runde bescherte den "Wessis" die Einstein-GS Chemnitz. Laurin kam leider schnell unter die Räder, doch Luca war mit seinem Gegner mindestens ebenso schnell erfolgreich fertig. Beim Stand vom 1:1 gewann Fabio sicher. Philipp, der sich gute Vorteile verschaffte, mühte sich zwar sehr beim Mattsetzen, aber holte am Ende den 3. Punkt. Zeitgleich kämpften die Montessori-GS und Markkleeberg-Mitte gegeneinander um Punkte. Zur Mittagspause zuvor machte man sich mit coolen Sprüchen und spaßigen Drohgebärden auf beiden Seiten Mut. So entwickelte sich auch ein interessanter Vergleich, der durch Leonards schnellen Sieg gegen Florian schon die Richtung gewiesen bekam. Mika wehrte sich gut, verlor aber gegen Janosch, der konzentriert spielte, letztlich doch sein erstes Spiel. Nach dem 0:2 gab es dann wieder Hoffnung aus Markkleeberger Sicht. Philip besiegte Marius und erzielte so den Anschlusstreffer. Aber Konstantin ließ sich von "Monte-Monster" Jad doch noch vernaschen und es stand 3:1 für die Leipziger.
Damit war die Rollenverteilung klar. Markkleeberg-West spielte um die Medaillen, die Montessori-Kinder hielten Anschluss aus dem oberen Mittelfeld, Markkleeberg-Mitte rutschte in das untere Mittelfeld. In der 6. Runde machten es die Markkleeberger Wessis wieder sehr spannend. Gegner war die GS Reichenberg. Zum zweiten Male "verschusselte" Luca eine klare Gewinnstellung. Er muss noch lernen, auch in deutlich besseren Stellungen konstant die Ruhe zu bewahren. "Philipp und die Springergabeln" - so könnte man eine Parallelgeschichte der Meisterschaft beschreiben... So verlor er wichtige "Hölzer", gewann aber auch reichlich zurück. Schließlich drehte er den Spieß um und gewann doch noch. Fabio war jetzt wieder souverän und sorgte mit August letztlich für das verdiente 3:1. Die Montessori-Kinder verpassten hingegen beim 2:2 einen mehr als möglichen Sieg gegen die GS Groß Särchen. Ebenfalls 2:2 trennte sich Markkleeberg-Mitte vom Chemnitzer Schulmodell, wobei Philip und Mika souverän gewannen, Florian und Moritz hingegen verloren. 

Vor der 7. Runde witterten die Jungs von Markkleeberg-West sogar nochmals Morgenluft im Titelkampf, denn die GS "Am Auwald" stolperte in der 6. Runde gegen Heidenau beim 2:2. So drückte man nun den Montessori-Jungs, die die Auwald-Kinder herausforderten, besonders die Daumen ohne aber die Blicke auf das eigene Brett zu verlieren. Denn Platz 2 war noch nicht sicher, dafür musste noch ein Mannschaftspunkt her. Doch die Friedrich-Schiller GS Flöha konnte sicher besiegt werden. Luca und Maximilian erzielten zwei sichere Siege. Philipp hatte wieder Mühe, doch zwischendurch sicherte Fabio mit einem Remis den Mannschaftssieg. Nun durfte man ganz nach vor schauen, was sich am Spitzenbrett tat. Die Montessori-Jungs kämpften, waren aber gegen den Spitzenreiter zu zahm. Lediglich Felix gelang am 4. Brett eine Punkteteilung, während Leonard, Marius und Jad recht deutlich verloren. Für Markkleeberg-West stellte Philipp dann den Schlusspunkt her. Er zeigte große Moral und siegte auch noch zum 3,5:0,5 gegen Flöha. Der 2. Platz wurde kräftig umjubelt.
Jubel gab es noch ein weiteres Mal im Markkleeberger Lager. Die GS Mitte besiegte nach intensivem Kampf mit Glück und Geschick die Einstein-GS Chemnitz 2,5:1,5 und überholte damit die Montessori-GS in der Tabelle noch um zwei Brettpunkte. Das Schweizer System macht's möglich. Bemerkenswert: Die Montessori-GS hatte am Ende vier Gegner der Top 6 platzierten Mannschaften. Losglück sieht anders aus.

Am Ende freuten sich aber alle mit den Jungs der GS Markkleeberg-West, die im Mai mit zwei Mannschaften zur Deutschen Meisterschaft nach Friedrichroda fahren. Wir wünschen beiden Teams dort viel Spaß und jede Menge Erfolge.

 

Statistik
Alle Platzierungen sind dem >>> Endstand <<< zu entnehmen. An der offenen Meisterschaft für Mädchenmannschaften hatten wir keine Schulteams am Start.

Nachfolgend die Einzelbilanzen unserer Kinder.

GS Markkleeberg-West,

Platz 2 (12:2 Mannschaftspunkte / 20,0:8,0 Brettpunkte)  

1 Laurin Martin
2 Fabio Vecera
3 Philipp Stöhr
4 Luca Englert
5 August Tätzner
6 Maximilian Widmann

0,5/2
4,5/7
5,0/6
5,0/7
2,0/3
3,0/3

GS Markkleeberg-Mitte,

 Platz 12 (7:7 Mannschaftspunkte / 14,0:14,0 Brettpunkte)

1 Florian Schön
2 Philip Munk
3 Konstantin Wanke
4 Mika Raab
5 Moritz Herzog

4,0/7
3,5/6
0,5/5
4,0/5
2,0/5

Montessori-GS Leipzig,

Platz 13 (7:7 Mannschaftspunkte / 12,0:16,0 Brettpunkte)

1 Leonard Schulz
2 Marius Watts
3 Jad Karnoub
4 Janosch Kraul
5 Felix Pfeifer

3,0/7
3,0/7
4,0/7
1,5/4
0,5/3


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