Unser Anliegen 

Was wollen wir?

Schach ist nicht nur eine sinnvolle geistige und sportliche Freizeitbeschäftigung. Schach in Kombination von Sport und Spiel ist in der Lage, einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung des allgemeinen Bildungs- und Erziehungsauftrages unserer Schulen zu leisten, wodurch sich der Schachsport ganz wesentlich von anderen Sportarten - wie z.B. Fußball - ab.

Schach bietet derart viele Elemente der Schulmathematik, dass sich immer mehr Schulen mittlerweile entschieden haben, Schach für Grundschüler als Unterrichtsfach einzuführen und hierfür sogar eine Mathematikstunde pro Woche opfern.

Kurt Lellinger (Rekt. i. R.), Vorsitzender der Deutschen Schulschachstiftung, schrieb in einem Bericht im Zusammenhang mit der "Schreckensmeldung" Pisa-Studie folgendes:

Mit "Pisa" (Programme for International Student Assessment) ging ein gewaltiger Schreck durch die Deutsche Nation, und viel Hektik begann in der bildungspolitischen Landschaft. Die OECD - ein Club der wirtschaftlich stärksten Mächte - hat mit ihrer Studie glattweg herausgefunden, dass Deutschland im Schülerleistungsvergleich ans untere Ende der Staatenskala geraten ist.
Die schockartige Reaktion vieler Bildungspolitiker ist doch eigentlich unbegründet: Die aufgedeckten Mängel waren doch weitgehend bekannt! Bereits vor 30 Jahren hat die Reizvokabel "Legasthenie" Schrecken in der deutschen Bildungslandschaft ausgelöst. Im Laufe der Jahre nahmen die Defizite im Lernverhalten unserer Schüler kontinuierlich zu, sodass es unschwer zu erneuerbaren Auflistung kommen konnte, wie z.B. Mängel in der Konzentration und des Sprechverhaltens, oder Zunahme an Impulsivität, Aggressivität und Hyperaktivität, oder Störungen im Sozialverhalten und Störungen durch Misserfolge beim Erwerb der Kulturtechniken von Lesen und Rechtschreiben. Parallel hiermit entsteht eine Zunahme von Lernunlust und Desinteresse an schulischen Themenstellungen.

Natürlich lässt sich durch Qualitätsverbesserungen in Unterricht und Schule manches besser machen. Durch Stärkung der Professionalität der Lehrer lässt sich die diagnostische und methodische Kompetenz der Lehrer erhöhen. Eine gut konzipierte Ganztagsschule kann auch zur Leistungssteigerung mit beitragen. Aber noch viel wichtiger sind Bemühungen zur Erreichung erzieherischer Ziele:

  • Freude am Lernen,

  • Freude am persönlichen Erfolg,

  • Freude am eigenen Durchhaltevermögen,

  • Erfahrung mit eigenen Stärken,
  • erfolgreiche Auseinandersetzung mit eigenen Schwächen.

Um diese Ziele erreichen zu können, liegen ausreichende Erfahrungen durch das Betreiben des Schulschachs vor.

Egon Ditt, der langjährige Präsident des Deutschen Schachbundes, schrieb 1996, anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Saarländischen-Schachverbandes, über das "Königliche Spiel": "Das Schachspiel trainiert Fähigkeiten und Fertigkeiten, die keine Schule und keine Universität in ihren Ausbildungsgängen so ausgeprägt haben. Wir lernen beim Schach in kurzer Zeit eine gegebene Situation zu analysieren, zwischen mehreren Entscheidungsalternativen abzuwägen und schließlich die Entscheidung und deren Folgen auf uns zu nehmen. Wir begeben uns freiwillig in eine Stresssituation und lernen kühl und nüchtern zu handeln. Schach als Sport fasziniert Kinder, weil sie in dieser Welt des Geistes ernst genommen werden und weil sie unabhängig vom Alter nur an ihrem Spiel gemessen werden."

Bei vielen Schülerinnen und Schülern aus allen Schularten konnten gute bis sehr gute Leistungen erzielt werden, weil individuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten durch Schach trainiert wurden.
Die Förderung des Schulschachs gewinnt höchsten Rangwert in der gegenwärtigen Diskussion nach der weltweit vorliegenden OECD-Studie "Pisa".

Durch Schulschach lassen sich Haltungen in unserer Schuljugend erreichen und stabilisieren, und das ist noch wichtiger als alle noch so gut gemeinten organisatorischen und materiellen Umplanungen in der Bildungspolitik der Bundesrepublik Deutschland.

Kurt Lellinger, Rekt. i. R.
(Vorsitzender der Deutschen Schulschachstiftung)

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